Zum Thema Kaffee.

Rund um den Kaffee gibt es erstaunlich viel Wissenswertes und Interessantes. Wir haben sorgfältig für Sie Informationen rund um das „schwarze Gold“ recherchiert und stellen Ihnen diese hier ausführlich dar. Wenn Sie tiefer gehende Fragen zu unseren Kaffees haben, dürfen Sie uns diese auch gerne hier stellen.

Inhaltsstoffe des Kaffees

Kaffeebohnen enthalten eine komplexe Mischung verschiedenster chemischer Komponenten, von denen einige den Röstprozess unbeschadet überstehen. Andere Bestandteile, besonders die aromatischen, entstehen erst durch Veränderungen der grünen Bohnen beim Rösten. Wichtigste nichtflüchtige Substanz ist das für die psychischen und physiologischen Wirkungen verantwortliche Alkaloid Coffein mit ca. 2% Anteil.
Inhaltsstoffe des Rohkaffees.
Daneben sind auch noch in geringem Maße die beiden Teealkaloide Theibromin und Theophyllin nachzuweisen. Außerdem enthält der Kaffee Chlorogensäure (aus der Nikotinsäure frei wird), Phenolsäuren und Aminosäuren, lipide Verbindungen in Form des Kaffeeöls, Eiweißstoffe und große Mengen an Zuckern.

Die flüchtigen Aromastoffe sind verschiedenste Ester, Ketone, Phenole, Aldehyde und Mineralstoffe, die in ihrer Gesamtheit für den unverwechselbaren Kaffeegeruch verantwortlich sind, aber anteilsmäßig weniger als 1% ausmachen.

Coffein und seine Wirkungen

Der an Coffein so geschätzte Effekt ist der der Stimulation. Es erregt bereits nach Dosen von etwa 200 mg höhere Gehirnzentren und fördert so die intellektuelle Leistungsfähigkeit, ohne dass dabei Störungen auftreten. Als verhaltensbeinflussende Effekte sind gesteigerte Aufmerksamkeit, beschleunigter und klarerer Gedankenfluß und ein erhöhtes Wachheitsgefühl zu nennen. Müdigkeit wird unterdrückt, und das Bedürfnis nach Schlaf verzögert. Außerdem wirkt Coffein gefäßerweiternd und fördert somit die Durchblutung, was ebenfalls Müdigkeit entgegen wirkt.

Mäßige Coffeindosen haben eine leicht anregende Wirkung auf Herztätigkeit (durch Erweiterung der Herzkranzgefäße) und Atemfunktion, und steigern somit auch die körperliche Leistungsfähigkeit. Erst eine Überdosierung führt zu Herzfrequenzverlangsamung und -rhythmusstörungen.

das Koffein.

Schließlich erhöht Coffein auch die Magensäuresekretion und wirkt harntreibend. Vermutet wird neben einer Erhöhung der Nierenfunktion durch bessere Durchblutung auch eine zusätzliche direkte Reizung der Blase.

Den Zustand einer akuten Überdosierung mit Vergiftungserscheinungen bezeichnet man als Coffeinismus-Syndrom. Coffein ist an sich eine recht wenig toxische Substanz, die geschätzte mittlere tödliche Dosis beträgt für den Menschen 10.000 mg. Um sich also mit Kaffee zu töten, müsste man an einem Tag pro Kilogramm Körpergewicht mindestens eine Tasse Kaffee trinken. Obwohl eine Coffeinvergiftung recht unangenehme Folgen hat, ergeben sich daraus im Normalfall keine längerfristigen oder gar lebensgefährlichen gesundheitlichen Schäden.

Andere Produkte und ihr Coffeingehalt

ProduktKoffeingehaltEinheit
Kaffee150mgje 150ml
Tee50mgje 150ml
Kakao5mgje 150ml
Colagetränke40mgje 330ml
Energy-Drinks (z. B. "Red Bull")80mgje 250ml
Schokolade20-90mgje 100g
Rezeptfreie Stimulanzien50-200mgje Tablette
Rezeptfreie Schmerzmittel50mgje Tablette

Geschmack und Sensorik

Arabica

Wir führen ausschließlich Arabica-Kaffees, die sich im Geschmack von Robusta-Kaffees stark unterscheiden. Arabica-Kaffee hat eine feine Säure, einen runden, ausgewogenen Geschmack und ein ausgeprägtes Aroma.

Arabica (Coffea Arabica):

  • stammt aus Äthiopien
  • im 15. Jahrhundert von Arabern aus Ostafrika nach Arabien gebracht (daher der Name)
  • gedeiht nur in Höhen von 600 bis 1.800m über nN
  • benötigt eine durchschnittliche Temperatur von ca. 15-25°C sowie ausreichend Regen
  • reift nach ca. 9-11 Monaten
  • eine hochwertige, pflegeintensive Bohne
  • zeichnet sich durch eine feine Säure und – auch bedingt durch den relativ hohen Fettanteil – durch ein ausgeprägtes Aroma aus
  • sie ist länglich und besitzt in der Bohnenmitte eine geschwungene Kerbe
  • hat einen geringeren Koffeinanteil (ca. 0,7 – 1,8%)
  • macht ca. 75% der Weltproduktion aus

Robusta

Robusta ist eine Unterart der Gattung ? Coffea ? kräftig, säurebetont, durch die genügsamen Wachstumsbedingungen ? robust ? im Geschmack, gilt nicht als Topkaffee. Diese Kaffeeart wird von Großröstern eigentlich immer mit Arabicakaffee gemischt, um eine geschmackliche Verbesserung zu erzielen. Da Robustakaffee nur ca. 1/3 des Arabicakaffees kostet, wird damit natürlich auch eine andere Preisdimension erreicht. Da außerdem die meisten Kaffees gemahlen auf den Markt kommen, kann man die Mischverhältnisse auch nicht mehr an der Bohne erkennen, sondern nur am Geschmack. Sehr säuerlich = viel Robusta = kleiner Preis.

Robusta (Coffea Canephora):

  • stammt ursprünglich aus Uganda
  • erst um 1860 entdeckt
  • sie ist weitaus Widerstandsfähiger als die Arabica und lässt sich deshalb auch in niedrigeren Lagen mit feuchterem und wärmerem Klima anbauen
  • reift schon nach 6-8 Monaten und ist resistenter gegen Schädlinge
  • hat einen kräftigen, leicht erdigen, bitteren Geschmack
  • ist weniger aromatisch
  • die Bohne ist kleiner und rundlicher als die Arabica und besitzt eine gerade Kerbe
  • sie enthält mehr Säure und fast doppelt so viel Koffein (2-3 %)
  • hat den zweitwichtigsten Anteil der Weltproduktion

Vorzeitiges Fazit aus diesen beiden Sorten

Die Arabica – Bohne ist grundsätzlich die höherwertige Kaffeebohne, da sie viel mehr Pflege benötigt und den besonderen Kaffee-Geschmack ergibt, (Aroma, Körper, Fülle und Säure sind später ausschlaggebend).Die wirklich guten und geschmacklich besten Kaffees bestehen aus reinen Arabica-Bohnen und sind im Handel ab 6-9 pro Pfund erhältlich.

Aber Vorsicht:

100% ARABICA auf der Verpackung steht noch lange nicht für hochwertigen und besonders guten Kaffee. (z.B. der seltene und besonders leckere BLUE-MOUNTAIN aus Jamaika – 250g können schon mal um die 150,- Euro kosten) weitere Kriterien sind auch, wie die Rohkaffeebohnen geerntet aufbereitet und verlesen wurden.

Rohkaffee der z.B. maschinell geerntet wurde, wird auch maschinell gereinigt. Viele unreife, verdorbene und Stinkerbohnen befinden sich unter den Typischen Kaufhausmischungen. Übrigens eine einzige, bei der Auslese übersehene Stinkerbohne kann aufgrund ihrer Unter- oder Überreife den Geschmack von 60 kg besten Kaffee zerstören.

Durch die Vielzahl der landestypischen Züchtungen von Arabica und Robusta (mittlerweile existieren über 700 Unterarten weltweit) variieren hier die Qualitäten und Geschmackseigenschaften bei beiden Sorten sehr stark.

Der Mahlgrad

Der Mahlgrad des gerösteten Kaffees sollte möglichst immer auf das jeweilige Zubereitungsverfahren abgestimmt sein. Nur so können die im Kaffeemehl enthaltenen Geschmacks- und Aromastoffe optimal extrahiert werden. Für Filterkaffee werden die Bohnen in der Regel auf eine Kornstärke von 0,3 bis 0,5 mm gemahlen. Die Espresso-Zubereitung macht einen wesentlich feineren Mahlgrad nötig mit einer Kornstärke von maximal 0,2 mm.
Wegen der flüchtigen Aromastoffe des Kaffees empfiehlt es sich, die Bohnen unmittelbar vor dem Brühen in der benötigten Menge frisch zu mahlen. Manche Kaffee-Gourmets betrachten dies als eigene Wissenschaft. Sie mahlen eigenhändig und zelebrieren die Herstellung des Kaffeemehls mit einer separaten Kaffeemühle. Wer es bequemer liebt, genießt den Komfort von Kaffee-/Espresso-Vollautomaten. Dank des integrierten Mahlwerks wird für jede Zubereitung die benötigte Menge Kaffeemehl frisch hergestellt. Der Mahlgrad kann bei guten Geräten individuell justiert werden.